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Allgemeiner Bericht zu Rautenpythons und Inkubation

Art:
Morelia spilota
Deutscher Name: Rautenpython / Teppichpython
Verbreitung:
Australien und Neuguinea

Systematik:
Reptilia = Kriechtiere

Squamata = Schuppenkriechtiere
Serpentes / Ophidia = Schlangen
Boidea = Riesenschlangen
Pythoninae = Pythons

Gattung Morelia

Morelia spilota – Komplex = Rauten,- Teppichpythons
Die Rautenpythons lassen sich in eine Nominatform, den Diamantpython
Morelia spilota spilota
(Lacépède, 1804) und mindestens 6 Unterarten unterteilen:

Morelia spilota cheynei Wells & Wellington, 1984 Dschungel Teppichpython

Morelia spilota harrisoni HOSER 2000 Papua Teppichpython

Morelia spilota imbricata (Smith, 1981) Westaustralischer Teppichpython

Morelia spilota mcdowelli Wells & Wellington, 1984 McDowells Teppichpython
Morelia spilota metcalfei
Wells & Wellington, 1985 Inland Teppichpython
Morelia spilota variegata Gray, 1842 Darwin Teppichpython

Eng verwandt mit den Rautenpythons des Morelia spilota Komplexes sind außerdem noch der
Bredls Python Morelia bredli (Gow, 1981) und der Rauschuppenpython Morelia carinata (Smith, 1981).


Leider wurden in den letzten Jahren die meisten Unterarten so massiv vermischt,
dass viele unserer jetzigen Teppichpythons nicht mehr richtig zugeordnet werden können.
Daher kommt zum Teil auch der Namenswirrwarr.
Der Trend geht aber langsam wieder in eine andere Richtung und das ist meiner Meinung nach auch gut so.

 

Steckbrief:
Alle Rautenpythons sind mehr oder weniger schlanke aber muskulöse, überwiegend nachtaktive, semiarboricole Lauerjäger.


Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Pythons ist Australien. Es gibt nur eine Unterart außerhalb, den Papua Teppichpython M. s. harrisoni aus dem Süden Neu Guineas.

  

Besiedelt werden fast alle Lebensräume, außer extrem trockene Gebiete (Wüsten und Halbwüsten) und zu kalte Gegenden (z.B. der äußerste Süden Australiens).

 

Als semiarboricole Tiere werden immer Habitate mit zumindest lockerem Baumbestand und / oder dichterer Buschvegetation bevorzugt. Einige Vertreter dieser Art sind aber auch in suburbanen oder sogar urbanisierten Gegenden wie Farmen, Vorgärten usw. zu finden.

 

Als Beute kommen in der Regel (fast) alle lebenden Tiere, die bewältigt werden können in Frage. Dokumentiert sind z. B. Kakadus, Ratten, Mäuse, Echsen, Katzen usw.

 

Die Endgröße ist bei Rautenpythons von der jeweiligen Art/Unterart abhängig. Die größten Vertreter entspringen normalerweise der Unterart M. s. mcdowelli (bis zu 4m) und die kleinsten M. s. harrisoni mit nur 1,4 – 1,8 m.

 

Paarungszeit ist im natürlichen Lebensraum normalerweise zwischen August und Oktober, in den Terrarien der nördlichen Erdhalbkugel zwischen Dezember und März.

Gelege, die aus10 bis 50 Eier bestehen können (je nach Art/Unterart), werden dann meist in Australien zwischen Oktober und Dezember, hier in unseren Terrarien zwischen März/April und Juni abgesetzt.

  

Zucht & Inkubation:
Die Zucht bereitet heute bei den meisten Arten/Unterarten aus diesem Komplex eigentlich keine großen Schwierigkeiten mehr.

  

Ein schwacher Jahresrhythmus (Sommer/Winter) reicht als Stimulans bei den meisten Arten/Unterarten oft schon aus.

 

Männliche Rauten,- Teppichpythons (mit Ausnahme von 2 Arten) fechten zur Paarungszeit oft heftige Kommentkämpfe aus, die dann aber auch schnell in Beschädigungskämpfe umschlagen können (oft mit wilden Beißereien!!). Kommentkämpfe kann man unter Terrarienbedingungen zum einen zur Zucht als zusätzliche Stimulans benutzen, zum anderen bedeutet das aber auch, dass zu dieser Jahreszeit auf keinen Fall mehrere Männchen in einem Terrarium unbeaufsichtigt bleiben dürfen (schon gar nicht über Nacht!!).

 

Paarungen sind zwischen Dezember und März zu beobachten, Eiablagen finden meist zwischen März und Juni statt. Zur Inkubation überführt entweder das Weibchen mit samt dem Gelege in einen Inkubator (Naturbrut) oder nur das Gelege ohne Weibchen (Kunstbrut). So oder so sollte die r. Luftfeuchtigkeit am Gelege mind. 90%, besser 100% betragen. Als ideale Bruttemperatur hat sich ein Bereich zwischen 30 und 32°C (Optimum 31,5°C) erwiesen.

 

Nach 50 – 70 Tage schlüpfen unter diesen Bedingungen dann die Jungen.

 

Fressen die Schlüpflinge erst mal, bereitet die weitere Aufzucht normalerweise keine Schwierigkeiten.


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